Mittwoch, 16 Oktober 2019
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IMAG01491

Triumph 5T Speed Twin     

 

500ccm 4 Takt Parallel Twin

ca. 28PS

4 Gang Fussschaltung

Plattformbeiwagen Eigenbau                               

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Angefangen hat alles mit einem Blechschild einer Triumph Speed Twin. Dieses Motorrad hat mir immer gefallen, und ich war mir sicher einmal eine solche Maschine restaurieren zu können. Im Jahr 2002 war soweit, ich konnte die passende Maschine kaufen. Sie war gesammtheitlich in einem schlechten Zustand, der Motor und das Getriebe jedoch schon revidiert.

Als erstes musste eine Liste der fehlenden oder nicht mehr zu revidierenden Teilen erstellt werden. Diese war recht umfassend. Parallel zum zerlegen machte ich mich auf die Suche nach Ersatzteilen. Dank einer CD mit Explosionszeichnungen und Ersatzteilnummern war es möglich Weltweit in diversen Webshops die notwendigen Teile zu beschaffen.  So wurden die Gabelholmen, Broncebuchsen der Tauchrohre und Lampenhalter aus Amerika angeliefert. Auspufftöpfe, Primär- und Sekundärkette kamen aus Deutschland. Andere Teile wiederum aus Österreich und der Schweiz.

Den Rahmen habe ich abgelaugt und schwarz gespritzt. Besondere Aufmerksamkeit brauchte der Tank. Auf der linken Seite war die Wand stark eingebeult. Nach dem Abschleifen der Farbe, konnte ich Nägel aufschweissen und die Beule mit einem Gegenhammer rausziehen. Die Restwelligkeit wird mit Zinn gefüllt und verschliffen. Nachdem er einen Tag mit Glasscherben gefüllt in einem Wäschetrockner verbracht hat, konnte er innen Beschichtet werden. Zusammen mit den restlichen Teilen wurde alles Sandgestrahlt, grundiert, verspachtelt und in British Racing Green gespritzt.

Die Räder waren Speichenseitig von Rost befallen. Es blieb mir nichts anderes übrig als die Speichen zu ersetzen. Die Felgeninnenseiten wurden auch gleich in Grün lakiert, so konnten einfach die Rostspuren überdeckt werden.

Nachdem die Restauration fast abgeschlossen war, sind wir mit unserem BSA Gespann das Bergrennen Küssnacht-Seebodenalp gefahren. Meine Frau (Plampi) hatte darauf hin reklamiert, dass man in dem schmalen Boot nur den Helm schräg halten könne. So kam die Idee auf, aus dem Triumph ein Renngespann zu bauen. Die Grundidee eine Lastenseitenwagen umzubauen musste schnell verworfen verworfen werden. Das Chassis war total verzogen und es konnte nur noch das Rad gebraucht werden. Also musst ich den Rohrrahmen komplett selber bauen. Den Radkasten konnte ich an einem Oldtimermarkt erstehen und für meine Zwecke abändern. Die Haube besteht aus Alublech und wurde von Hand auf einem Sandsack rundgedengelt. Auch der Sattel und das Polster des Beifahrers sind selbst gemacht.